Der Verband

Wasser ist Leben

Über uns

Der Wasserverband Fernwasserversorgung Mühlviertel wurde 1965 auf kommunale Initiative auf Grundlage des Wasserrechtsgesetzes gegründet, ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und hat seinen Sitz in Hellmonsödt.

Der Verband hat 44 Mitgliedsgemeinden, von denen aktuell bereits 36 mit hochqualitativem Trinkwasser aus den Verbandsanlagen versorgt werden. Die Wasserlieferung erfolgt überregional. Als klassischer Fernversorger liefert der Wasserverband bis an die mit den Mitgliedsgemeinden vereinbarten Übergabepunkte (meist ist das der Gemeindehochbehälter). Die nachfolgende Verteilung des Wassers vom Übergabepunkt bis zum Endverbraucher obliegt den Gemeinden selbst.

Organe des Verbandes sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und der Obmann. Im Falle der Verhinderung wird der Obmann vom Obmannstellvertreter vertreten. Die Mitgliederversammlung besteht aus den von den Verbandsgemeinden entsandten Delegierten. Der Vorstand besteht aus 7 Mitgliedern und zwar dem Obmann, dem Obmannstellvertreter und fünf weiteren Mitgliedern. Sie werden von der Vollversammlung gewählt. Der Obmann vertritt den Verband nach außen.

Die interne Leitung des Betriebes in kaufmännischer und technischer Hinsicht obliegt der Geschäftsführung. Der Verband ist finanziell vollkommen autark. Eventuelle Überschüsse verbleiben beim Verband als Rücklage für künftige Investitionen.

Die Finanzierung aller laufenden Aufwendungen, Abschreibungen, Darlehensrückzahlungen und die Bildung entsprechender Rücklagen erfolgt ausschließlich durch die Einnahmen aus dem Wasserverkauf. Für die Finanzierung von Großinvestitionen (außerordentliche Bauvorhaben) werden auch Baukostenbeiträge der Mitglieder eingehoben.

Aufgaben & Philosophie

Die Versorgung der Mitgliedsgemeinden und in weiterer Folge der darin lebenden Bevölkerung mit qualitativ hochstehendem Trinkwasser in ausreichender Menge ist die Hauptprämisse unseres Gemeindeverbandes seit seiner Gründung. Der Wasserverband sieht sich als Dienstleistungsbetrieb und will über schlanke und effiziente Strukturen ein optimales Service für seine Kunden bieten.

Als weiteren wichtigen Ansatz betrachtet der Wasserverband Fernwasserversorgung Mühlviertel seine organisatorische Ausrichtung in Form eines nicht auf Gewinn gerichteten Gemeindeverbandes, der die elementare Grundversorgung mit dem „Lebensmittel Nr. 1 Wasser“ für alle leistbar sicherstellt.

Der Fernwasserverband hat hier einen anderen Ansatz als andere Versorgungseinrichtungen, da hier zum Wohle der Bevölkerung und der Wirtschaft rein kostendeckend gearbeitet wird. Es kann daher das Lebensmittel Wasser im Vergleich zu anderen Produkten des täglichen Lebens sehr günstig angeboten werden.

Neben der Wasserversorgung rund um die Uhr und dem damit verbundenen Ausbau eines Versorgungssystems auf höchstem Niveau, kommt dem Thema Qualitätssicherung in der heutigen Zeit und insbesondere bei einem Lebensmittel, wie es das Trinkwasser darstellt, besondere Bedeutung zu. Deshalb kooperiert der Fernwasserverband in neuralgischen Bereichen im Rahmen von Vertragswasserschutzvereinbarungen und setzt zusätzlich Kontrollmaßnahmen in Form von vielfältigen Untersuchungen, die weit über das gesetzlich vorgeschriebene Ausmaß hinausgehen.

Jährlich werden über 300 Trinkwasserproben von Bediensteten des Fernwasserverbandes entnommen. Die Kosten für diese Kooperationen und Untersuchungen, die sich in den letzten Jahren in einer Höhe bis zu 130.000,- Euro/Jahr bewegt haben, sieht der Fernwasserverband als Investition in die Qualität.

Versorgungsbereich

Der Versorgungsbereich des Wasserverbandes erstreckt sich zwischen dem Böhmerwald im Nordwesten und dem Machland im Südosten und berührt alle vier Bezirke des Mühlviertels. Wegen der großen Längserstreckung des Versorgungsbereiches ist das Verbandsgebiet in drei Betriebsabschnitte unterteilt, die jeweils von einem vor Ort tätigen Betriebsleiter betreut, gewartet und überwacht werden.

Die Betriebsstellen für diese Abschnitte sind in Aigen/Schlägl, Hellmonsödt und Pregarten untergebracht. In Hellmonsödt ist auch der Verbandssitz mit der zugehörigen Verwaltung eingerichtet.  

Mitgliedsgemeinden

Dem Wasserverband gehören aktuell 44 Mitgliedsgemeinden an. Diese unterteilen sich in 36 Voll- und 8 Teilmitglieder. Vollmitglieder beziehen bereits Wasser aus den Verbandsanlagen. Eine Teilmitgliedschaft ist auf Maßnahmen zur Erkundung und Sicherung von Wasservorkommen beschränkt. Teilmitglieder werden demnach nicht mit Wasser aus den Verbandsanlagen beliefert.

Geschichte

Einfache Wasserfassung (Granittrog)

Im ländlich strukturierten Mühlviertel fand man lange Zeit mit Einzelwasserversorgungsanlagen das Auslangen. Als nach dem Abzug der russischen Besatzungsmacht im Jahre 1955 der Wiederaufbau des Mühlviertels in Gang kam, erkannte man die Notwendigkeit einer grundlegenden Verbesserung der Wasserversorgung für einen wirtschaftlichen Aufschwung. 

Jedes Gewerbe, jede Industrie, insbesondere aber die Fremdenverkehrsbetriebe benötigen Wasser. Dieser kostbare Rohstoff ist im Mühlviertel auf Grund der geologischen und hydrologischen Voraussetzungen in weiten Gebieten dieses Landesteiles Mangelware.
Es sind zwar ausreichende Niederschläge vorhanden, der weitgehend aus kristallinem Gestein bestehende Untergrund ist aber wasserundurchlässig und kann, da er nur mit einer geringmächtigen Verwitterungs- und Humusschicht überdeckt ist, das Wasser nicht in ausreichender Menge speichern. 

Da lokal meist keine ausreichend ergiebigen Wasserspender zur Verfügung standen, sah die Unterabteilung Wasserversorgung des Amtes der OÖ. Landesregierung sehr bald, dass nur durch eine großzügige, überregionale Lösung die Versorgungsprobleme der Gemeinden des Mühlviertels beseitigt werden können.

Grundgedanke war es, das Wasser aus den wenigen, räumlich beschränkten Vorkommen des Mühlviertels in die Wassermangelgebiete zu transportieren. Bereits 1964 wurde von der genannten Landesdienststelle eine Studie für eine überregionale Wasserversorgung des Mühlviertels erarbeitet, die sich an den zu dieser Zeit in Deutschland schon gängigen Fernversorgungen orientiert hat. 

Auf dieser Grundlage schlossen sich am 13. Dezember 1965 vorerst 13 politische Gemeinden des Mühlviertels zum Wasserverband Fernwasserversorgung Mühlviertel zusammen, um die Wasserversorgungsprobleme gemeinsam zu lösen. Am 2. Mai 1966 wurde dieser Verband als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt. 

Die Vollversammlung wählte den damaligen Bürgermeister von Ottensheim, Reg.Rat Walter Steiner, der das Großprojekt schon seit Jahren vorangetrieben hatte, zum 1. Obmann des Wasserverbandes. In dieser Funktion blieb Reg.Rat Steiner bis zu seinem Tod im Jahr 1998.

Wasserleitungsbaustelle in den 1970er Jahren
Baustelle Brunnen Rodl

Mit den Bauarbeiten für die Fernversorgung wurde im Sommer 1970 im Raum Zirking begonnen, wo eine Brunnenanlage für die Anspeisung der im Raum Pregarten gelegenen Mitgliedsgemeinden errichtet wurde. Weitere Bestandteile des sich auf die Bezirke Perg und Freistadt erstreckenden ersten Bauabschnittes waren die Behälter Obenberg und Hochstraß mit den dazwischen liegenden Transportleitungsabschnitten.
Bereits 1971, noch vor Abschluss des ersten Bauabschnittes, wurde im oberen Mühlviertel im Bezirk Rohrbach der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen um die Versorgungssituation im Bezirk Rohrbach zu verbessern.

Als Wasserspender wurden im Böhmerwald drei Quellgruppen am Sulzberg und ein Grundwasservorkommen im Bereich des Iglbachs erschlossen. Das daraus gewonnene Wasser wurde nach der technisch notwendigen Entsäuerung im neu errichteten Speicher Fürling zwischengespeichert und daraus in das von Fürling Richtung Süden im Ausbau befindliche Transportleitungsnetz abgegeben.

Ehemaliger Kontrollraum Zentrale Hellmonsödt

Bis zum heutigen Tag wurden 18 Bauabschnitte in Angriff genommen und realisiert. Die ursprünglich getrennten Versorgungszonen im oberen und unteren Mühlviertel sind durch ein 190 km langes Transportleitungsnetz miteinander verbunden und es wurden auch weitere Wassergewinnungsstellen in Zirking, Lungitz, Ottensheim und im Böhmerwald erschlossen.

Dadurch konnte die Betriebssicherheit erhöht werden und es war auch möglich weitere Gemeinden an das Verbandsnetz anzuschließen und auch den Bezirk Urfahr-Umgebung in das Versorgungsgebiet zu integrieren.

Aktivkohlefilter Obenberg
Zentrale Hellmonsödt mit Hochbehälter

Nach mehr als 50 Bestandsjahren kann der ursprünglich aus der Not erstandene FWV Mühlviertel auf eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte blicken. Die Mitgliederzahl des Wasserverbandes hat sich von ursprünglich 13 im Jahr 1965 auf mittlerweile 44 Gemeinden erhöht. Davon werden 36 Gemeinden bereits mit Wasser aus den Verbandsanlagen beliefert. Derzeit versorgt der Wasserverband rund 70.000 Personen.

Vorstand

Obmann Anton Scheuwimmer

Obmann

Anton Scheuwimmer,
Pregarten

 

Obmannstellvertreter Ferdinand Kaineder

Obmannstellvertreter

Ferdinand Kaineder,
Altenberg

Vorstandsmitglied Bgm. Mag. Max Oberleitner

Vorstands-
mitglied

Bgm Mag. Max Oberleitner,
Schwertberg

 

Vorstandsmitglied Bgm. Ing. Dietmar Stegfellner

Vorstands-
mitglied

Bgm Ing. Dietmar Stegfellner,
Wartberg ob der Aist

 

Vorstandsmitglied Bgm. Mag. Alois Erlinger

Vorstands-
mitglied

Bgm Mag. Alois Erlinger,
Herzogsdorf

 

Vorstandsmitglied Andreas Lindorfer

Vorstandsmitglied

Bgm Andreas Lindorfer,
Rohrbach

 

Vorstandsmitglied Bgm. Hubert Hartl

Vorstandsmitglied

Bgm Hubert Hartl,
Neufelden

 

Team

Geschäftsleitung

Geschäftsführer DI Wolfgang Aichberger

Dir. DI  Wolfgang Aichberger 

technisch/kaufmännisch

Tel.: 07215 / 2242-12 | 0664 / 5041331
Fax: 07215 / 2242-77

wv@fernwasser-muehlviertel.at

Sekretariat / Rechnungswesen

Beate Marterer 

Tel.: 07215 / 2242-0
Fax: 07215 / 2242-77

office@fernwasser-muehlviertel.at

Aigen

Betriebsleitung: Bernhard Wagner 
Assistenz: Thomas Sigl, Daniel Meisinger

Tel.: 07281 / 6286 | 0664 / 50 41 334
Fax: 07281 / 6286-4

aigen@fernwasser-muehlviertel.at

Hellmonsödt

Betriebsleitung: Manfred Zeitlhofer
Assistenz: Daniel Meisinger

Tel.: 07215 / 2242-14 | 0664 / 50 41 333
Fax: 07215 / 2242-77

hellmonsoedt@fernwasser-muehlviertel.at

Pregarten

Betriebsleitung: Stefan Marksteiner

Tel.: 07236 / 8040 | 0664 / 38 81 207 
Fax: 07236 / 8040-8

pregarten@fernwasser-muehlviertel.at

Organigramm

Organigramm des Wasserverbands